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Naturwanderungen im Tessin: Wanderung rund um den Monte di Comino

Der Monte di Comino liegt zwischen dem Centovalli und dem Valle Onsernone und beherbergt mehrere inventarisierte Biotope von nationaler Bedeutung: ein kleines Moor sowie Magerwiesen mit seltenen und geschützten Arten. Aber auch andere Besonderheiten überraschen die Wandernden in dieser faszinierenden … Weiterlesen →

Der Monte di Comino liegt zwischen dem Centovalli und dem Valle Onsernone und beherbergt mehrere inventarisierte Biotope von nationaler Bedeutung: ein kleines Moor sowie Magerwiesen mit seltenen und geschützten Arten. Aber auch andere Besonderheiten überraschen die Wandernden in dieser faszinierenden Umgebung, wo schon in der Vergangenheit Agrarforstwirtschaft betrieben wurde.

Mit folgender Wanderung aus dem Haupt-Wanderführer «Naturwanderungen im Tessin» können Sie eine Reise in die Vergangenheit einer einzigartigen Kulturlandschaft unternehmen.

Wegbeschreibung:
Von Verdasio (711 m) steigt ein Saumpfad Richtung Monte di Comino auf. Nach 700 m biegt die Route an einer Weggabelung (1) links ab und führt zu einer Kapelle (2). Von dort aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das Centovalli, das Val Vigezzo, das Dorf Palagnedra und seinen See sowie auf den majestätischen Gridone und die kleine Pyramide des Pizzo Leone im Süden.

Weiter geht es durch den Wald bis zu einer Lichtung auf 1039 m, wo sich ein paar Häuser (3) befinden. Die Wiesen dort sind im Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden eingetragen. Abwechselnd auf Wiesen und dann wieder durch Wälder führt der Wanderweg weiter bis zur Madonna della Segna (1166 m) (4) , wo sich ein Brunnen und Informationstafeln zur Kirche befinden. Dahinter befindet sich das Moor Pian Segna – wer einen kleinen Abstecher ins darüber gelegene Tälchen des Ri della Segna macht, kann die besondere Atmosphäre dieses Ortes in Ruhe geniessen. Bei den Wegweisern geht die Route weiter Richtung Calascio und umrundet den Monte Aula im Uhrzeigersinn. Nach dem Val della Valascia (5) biegt der Weg rechts ab und führt nach Dröi (6) mit seinem wunderbaren Ausblick über den Lago Maggiore, Locarno, die Magadinoebene, den Monte Tamaro und den Camoghè.

Immer noch im Uhrzeigersinn um den Monte Aula geht es weiter zu einer Reihe meisterhafter Steintreppen, die einige Felswände überwinden und von der harten Arbeit und dem Geschick der Bevölkerung in diesen Tälern zeugen.

Wenn man aus dem Wald kommt, geht der Weg über inventarisierte Wiesen und Weiden weiter zur Bergstation der Seilbahn (1155 m) (7). Von hier nimmt man den absteigenden Wanderweg und folgt den Wegweisern nach Slögna. Sobald man den Dorfkern (8) mit den typischen Steinhäusern erreicht hat, überquert man auf einer relativ flachen Strecke in westlicher Richtung den Bach Val Cèra und anschliessend die kleine Brücke über den Rì della Segna (811 m). So gelangt man zurück zur ersten Abzweigung (1) und dann zum Dorf Verdasio.

Aktivitäten:

  • Beobachten Sie das Leben in den Teichen
  • Betrachten Sie die Agrarlandschaft
  • Wandern Sie auf alten Saumpfaden
  • Erkunden Sie das Moor an einem feuchten Herbsttag

Natur und Landschaft:

Moore bewahren die Vergangenheit Jüngste Forschungen an Pollen aus dem Moor von Pian Segna geben Aufschluss über die Geschichte der Vegetation und des Menschen in den letzten 3000 Jahren: Die Zeugnisse reichen von den ersten Brandrodungen um 500 v. Chr. über den Rückgang der Tanne ab 200 n. Chr. bis zur Ausweitung der Weiden auf Kosten der Wälder ab 1600 (Zunahme der Landwirtschaft, Bau der Kirche Madonna della Segna). Die Pollen lagern sich in Schichten im Torf ab, wo sie konserviert werden und noch Tausende Jahre später untersucht werden können.

Die Pflanzen- und Tierwelt des Moors:

Das Moor von Pian Segna weist Charakteristika sowohl von Hoch- als auch von Flachmooren auf. Hochmoore sind nämlich typisch für kalte Klimazonen und südlich der Alpen eher selten. Bei Pian Segna ist die Vegetation eines sauren Flachmoors zu finden: Blaues Pfeifengras, Braune Segge, Sumpf-Veilchen und Rasen-Haarbinse. Letztere gehört zur Familie der Sauergrasgewächse, ist nicht kälteempfindlich und weist schon früh im Jahr kleine, nadelkissenförmige Blütenstände auf. Sie erträgt sogar das Getrampel von Vieh und ist deshalb häufig in Feuchtgebieten zu finden, die früher beweidet wurden. Sehr empfindlich sind dagegen die in Pian Segna stellenweise reichlich vorhandenen und für Hochmoore typischen Arten wie Torfmoose, das Scheiden-Wollgras, der Rundblättrige Sonnentau (eine kleine fleischfressende Pflanze) und die Weisse Schnabelbinse. Diese bewundernswerten Pflanzen haben sich an dieses ganz spezielle Umfeld mit hohem Säuregehalt, hohem Wasserstand sowie Sauerstoff- und Nährstoffmangel angepasst. Sie sind so spezialisiert, dass sie anderswo nicht überleben können – dies erklärt, weshalb sie so bedroht sind. Im Moor verstreut gibt es Teiche, in denen der Grasfrosch, die Barrenringelnatter und mindestens drei verschiedene Libellenarten leben, darunter die seltene Arktische Smaragdlibelle, die ausschliesslich in sauren Mooren zuhause ist. Im Herbst, wenn das Moor von Nebelschleiern überzogen ist, bietet sich den Wandernden ein beeindruckendes und zeitloses Schauspiel.

⇒ Mehr über die Pflanzen- und Tierwelt der Trockenwiesen und die Pflege der Biotope können Sie in «Naturwanderungen im Tessin» nachlesen.

Fotos: © Eric Vimercati
Text: In Auszügen aus «Naturwanderungen im Tessin»


Anreise:
Zug: Centovalli-Bahn, Linie FART (Locarno – Camedo – Domodossola), Haltestelle «Verdasio»
Auto: Parkplatz in Verdasio
Höhenunterschied: 938 m hoch und runter, minimale Höhe: 709 m – maximale Höhe: 1271 m
Dauer: 4 Std. 50 Min., 12,8 km
Schwierigkeit: T1


Karte:
Locarno (LK 1312), 1:25 000
Braun gefärbt: Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung
Lila gefärbt: Flachmoore von nationaler Bedeutung
Gelb gefärbt: Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung


Die Autor:innen:

 

Ivan Sasu (1980) Biologe, denkt beim Wandern immer daran, dass er ein Teil der Natur ist und an die Spuren, die er hinterlässt.

 

 

 

Eric Vimercati (1985) Umweltingenieur, seit seiner Kindheit fasziniert von der Natur, besonders von der Welt der Wildtiere.

 

 

 

Marcello Martinoni (1974) Geograf und Anthropologe, leidenschaftlicher Berggänger und Naturbegeisterter.

 

 

 

Alma Sartoris (1973) Geografin, Landschaftsbeobachterin, Hobbybotanikerin, betreibt einen naturnahen Gemüse garten.

 

 

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